Die Psoriasis, auch Schuppenflechte genannt, ist nicht nur eine Hauterkrankung, sondern eine chronische Systemerkrankung mit autoimmuner Genese. Die Prävalenz in Deutschland beträgt um die 2% der Gesamtbevölkerung.
Die Ursachen der Psoriasis sind noch nicht abschließend geklärt. Es spielt eine genetische Prädisposition definitiv eine Rolle. Aber dennoch ist die Psoriasis auch bei entsprechender genetischer Prädisposition kein unausweichliches Schicksal. Bildlich gesprochen sind wir zwar mit einer Hardware von Geburt an ausgestattet. Aber welche Software wir auf unseren Systemen installieren, entscheiden wir selbst. Das heißt, wir können gewisse Gene durch unser Verhalten, unseren Lebensstil, an- oder abschalten. Neben der Genetik steht die Fehlregulation des Immunsystems im Vordergrund.
Die Psoriasis ist eine entzündliche Autoimmunerkrankung, bei der die Th17 Zellen eine zentrale Rolle spielen. Sie wandern in die Haut und lösen dort Entzündungsprozesse aus, indem sie Botenstoffe freisetzen, sogenannte Zytokine. Diese Botenstoffe signalisieren den Hautzellen, sich extrem schnell zu vermehren und locken wiederum Immunzellen an. Dadurch entsteht ein chronischer Entzündungskreislauf.
Charakteristisch sind typische Effloreszenzen an den Streckseiten des Körpers sowie der Haut, die stark jucken können. Sie macht sich bemerkbar durch scharf begrenzte, rote Hautflecken mit silbrig-weißen Schuppen. Häufig sind Kopfhaut, Ellenbogen, Knie betroffen. Desweiteren kann es zu Dellen in den Nägeln kommen, sogenannte Tüpfelnägel sowie zu Gelenkentzündungen. 50% der Psoriasis-Patienten leiden an Nagelveränderungen, 20-30% im Verlauf auch an einer Psoriasis Arthritis.
Darüber hinaus ist die Psoriasis mit einer Reihe von Begleiterkrankungen assoziiert, wie beispielsweise Depressionen, Metabolisches Syndrom, die nicht alkoholische Fettleber oder andere Autoimmunerkrankung.
Kurkuma, Ingwer, Knoblauch, Zimt, Rosmarin, Thymian, Oregano
Nahrungsmittelallergien können ein weiterer Auslöser für Autoimmunerkrankungen sein. Insbesondere Eiweiße aus der Nahrung wie Gluten, Milcheiweiß, Sojaprodukte können über eine nicht intakte Schleimhaut das Immunsystem aktivieren und es kann zu einer überschießenden Reaktion kommen. Ein Nahrungsmitteltest oder eine Elimination/Provokationsphase kann Aufschluss über mögliche Trigger geben.
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